TGURD #7 – Tue Gutes und rede darüber

Tanz der Vampire
oder
wie Lars und Mandy Menschenleben retten wollen

Am Donnerstag den 17.01.2019 sind Mandy und Lars mal wieder unterwegs. Dieses Mal retten sie in 1 Stunde 3 Menschenleben. Dabei mussten sie nicht einmal viel machen.

Ich bin Lewin, Lars‘ Schülerpraktikant und schreibe diesen Gastbeitrag.

Lars und ich trafen uns vor dem Stage Theater des Westens um 13 Uhr mit Mandy. Wir machten direkt vor einem DRK (Deutsches Rotes Kreuz) Auto ein Selfie zu dritt. Nachdem dies erfolgreich geschehen ist, sind wir in das Foyer des Theaters eingetreten. Währenddessen schauten wir uns das Foyer genau an. Es ist wirklich sehr imposant. Weiter ging es die Treppe hinauf durch einen schmalen Eingang. Dort begrüßten uns an zwei Tischen Mitarbeiterinnen des Deutsche Roten Kreuz, die sich um die Anmeldung zur Blutspende kümmerten. Man sollte seinen Personalausweis vorlegen und noch einige persönliche Fragen beantworten. Dann bekam man einen sehr langen Fragebogen, der noch mehr Infos zur Person verlangte: Ob man in den letzten 6 Monaten im Ausland war oder eine Organtransplantation hatte, Medikamente oder Drogen eingenommen hat oder Erbkrankheiten bekannt sind. Nachdem dieser Fragebogen ausgefüllt war, musste man sich einer Effusion (Blutentnahme aus dem Finger) unterziehen, um die Körpertemperatur zu bestimmen. Lars war mit 36,7 Grad im Gegensatz zu Mandy (36,9 Grad) leicht unterkühlt. Im ersten Stock wurde dann der Blutdruck gemessen und noch einmal über den Fragebogen geschaut. Bei Mandy kam die Frage auf, da sie vor knapp 1 Monat in China war, in welchem Teil von China sie sich aufhielt. Man wollte überprüfen, ob dort Malariafälle bekannt sind. Zum Glück war das nicht der Fall. Ich weiß nicht, wie Lars Blutdruckmessung ausfiel, aber er durfte kein Blut spenden, da er 2 Wochen zuvor ein Antibiotikum zu sich genommen hatte. Er hatte Scharlach.
Mandy musste da nun alleine durch. Sie musste erst einmal 2 Gläser Wasser zu sich nehmen und aß nebenbei auch noch ein wenig Obst. Dann endlich wurde eine Liege für den rechten Arm frei. Mandy legte sich hin und versuchte sich zu entspannen, was ihr aber nicht leicht fiel, da sie daran denken musste, wie ihr gleich eine ca. 5 cm lange Nadel in die Vene gesteckt wird. Es war ein erleichternder Moment als die Nadel drinsteckte und das Schlimmste vorüber war.

slowmotion

Als kleines Geschenk bekam Mandy einen Gutschein für das Musical „Tanz der Vampire“, das gerade im Theater des Westens aufgeführt wird. Während der Blutspende konnten wir den Proben lauschen  und stellten uns vor, wie das gerade gezapfte Rote auf der Bühne der Abendvorstellung zum Einsatz kommt. Am Ausgang schenkte man uns Guarana Kaugummis. 🙂

Die Blutspende ist dazu da, Menschen zu helfen, die verletzt oder krank sind. Den Weg, den jetzt Mandys Blutbehälter (0,5 l) gehen wird, ist wie folgt:  Als erstes wird im Labor die Blutgruppe bestimmt und das Blut auf bestimmte Infektionskrankheiten untersucht. Nach diesem Vorgang wird es aufbereitet. Dazu wird das Blut im Blutbeutel durch Zentrifugieren in seine einzelnen Bestandteile aufgetrennt: die Erythrozyten (bis zu 42 Tage haltbar), die Thrombozyten (bis zu 4 Tage haltbar) und das Plasma (tiefgefroren, 2 Jahre haltbar). Nach Verarbeitung und Labortestung wird das Blutpräparat in Depots gelagert und auf Anforderung an Krankenhäuser und Arztpraxen in der Region abgegeben. Bevor die roten Blutkörperchen an einen bestimmten Patienten abgegeben werden, muss im Labor eine sogenannte Kreuzprobe durchgeführt werden, um zu testen, ob Spender- und Patientenblut miteinander verträglich sind.
Der transfundierende Arzt ist gesetzlich verpflichtet, am Patientenbett einen weiteren Test durchzuführen, den Bedside-Test. Dabei wird nochmals die Blutgruppe des Patienten bestimmt, um die Übereinstimmung der Blutgruppen von Patient und Blutkonserve unmittelbar vor der Transfusion zu bestätigen. Quelle: DRK  

Da Lars nicht spenden durfte, wird Mandy ihn in ein paar Wochen zur Blutspende begleiten. Und dann freut sie sich, wenn man ihm die laaaange Nadel in die Vene sticht. 😉

Lars und ich hoffen, dass Mandys Blut Euch dazu bringt, bei der nächsten Gelegenheit auch 500ml zu spenden und denen zu danken, die ehrenamtlich die Blutspende organisieren, die Spender begleiten und versorgen.

Nach Blutspendeorten und -terminen in Eurer Nähe lässt sich ganz easy googeln.

TGURD #4 – Tue Gutes und rede darüber

Zeit zum Vorlesen – Ein Gastbeitrag von megaschoeneweide

„Ich weiß nicht, wie ich den Hasen machen soll“

Das ist einer der ersten Sätze, den ich heute Morgen höre. Er fällt als Mandy und Lars sich noch kurz besprechen, bevor die Kinder kommen.
Heute ist nämlich wieder ein TGURD-Tag (Tue Gutes und rede darüber), eine Aktion von Mandy Geddert und Lars Düsterhöft (mehr zum Hintergrund der Aktion gibt es HIER) und heute stehen wir in einer Kita in Johannisthal.
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TGURD #3 – Tue Gutes und rede darüber

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

Ein Teil eines biblischen Satzes, der zu einer Redensart wurde und in vielen Lebenslagen Anwendung findet. Er soll, so glaube ich, das Wesentliche beschreiben und meint doch sehr viel mehr. Ich möchte eben nicht nur satt werden, sondern auch gehört, geliebt, geachtet. Ich möchte dazugehören, ganz gleich, woher ich komme.

1993 wurde der Verein Berliner Tafel e.V. gegründet, mit der Absicht, einwandfreie Lebensmittel die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen zu sammeln und diese an bedürftige Menschen zu verteilen. Seither holen ehrenamtliche Mitarbeiter regelmäßig Lebensmittel von Supermärkten ab und bringen sie in eine der 45 Ausgabestellen von Laib und Seele.
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TGURD #2 – Tue Gutes und rede darüber

Ein Gastbeitrag unserer Freundinnen von megaschoeneweide, mit denen wir nun ganz offiziell kooperieren. Das heißt, dass zu jeder TGURD Aktion entweder die wunderbaren Damen des oben genannten Blogs oder wir berichten werden. Alle Aktionen können auf beiden Blogs verfolgt werden. Das finden wir ganz prima.
Los geht’s mit Leos Bericht zu unserer Aktion am 22.06.18.
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Am Ball sind alle Menschen gleich. Und zwar überall.

Fußballspielen verlangt keine gemeinsame Sprache, kein bestimmtes Geschlecht, keine besondere Herkunft. Es verlangt nicht mal einen Ball. Denn zum Spielen dienen auch Steine, Kastanien, zusammengeknotete Shirts oder Lumpen. Fußball fördert den sozialen Umgang – zumindest mehr als es die Spieler gegeneinander aufbringt – und die Teamfähigkeit.
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Reanimation & TGURD #1 – Tue Gutes und rede darüber

As time goes by

Heute ist ein guter Zeitpunkt, um unseren Blog zu reanimieren. Lag er doch zu lange im Winterschlaf.

Wir haben nämlich viel zu erzählen. Darüber, wie es hinter den Kulissen von CharLe zugeht, was wir vorhaben, woran wir gerade knabbern, was uns bewegt oder ihr über uns sagt.
Täglich geschehen Dinge, die berichtenswert sind und doch erzählt sie niemand. Wir nehmen uns schlichtweg die Zeit nicht dafür, weil sie uns oft fehlt – so denken wir. Ich möchte das Thema gern aufbrechen und zwar heute. Unsere Zeit ist zwar immer noch knapp, vielleicht klappt es aber mit etwas mehr Disziplin und wir berichten wenigstens ab und an darüber, was uns bei CharLe bewegt oder wir so anstellen.
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